JESSICA GLAUSE //

PRESSESTIMMEN

Kritik Süddeutsche Zeitung 13.09.2010

Florian Welle

"Anna Böger ist eine wunderbare Schauspielerin, haucht dem Text Leben ein. Trotzdem beginnt er bereits nach der Vorstellung zu verblassen. Im Gegenwatz zu den körperlichen Aktionen der souveränen Inszenierung - Jessica Glause (...) ist für die verantwortlich. Einmal klemmt sich Anna Böger einen von der Decke baumelnden Schwemmholzbaum zwischen die Schenkel, schaukelt. Das sitzt und lässt etwas von der im Text angemahnten Zeit für Utopien erahnen. 

DENKEN UND VÖGELN. TEIL 2

PATHOS MÜNCHEN 2010

Text: Barbara Balsei

Inszenierung: Jessica Glause

Kostüm: Ayzit Bostan

Mit: Anna BögerAuf der Suche nach einer Sprache, die das eigene Begehren formuliert, zieht Bunny Böger an diesem Abend alle Register.

„Was ich wirklich will: Sexy und schlau sein.“, proklamiert sie zu Beginn. Am Ende wird sie feststellen, dass die Zeit günstig scheint, um sich anzusehen und ranzureden.
Dazwischen liegt eine Tour de Force bei der es um das ganz große Ding geht. Und den Rest, der bleibt: die eigene kleine Welt und die Frage, wie sie lebbar und lebendig gemacht werden kann?
Sowohl die Rolle als Objekt des Begehrens als auch die Behauptung eines authentischen Subjekts, das selbst bestimmt begehrt, sind ihr suspekt geworden. Was macht sie also?
Setzungen Revue passieren lassen, die eine Teilnahme im Spiel des Begehrens versprechen. Um sie alle zu verwerfen und für sich den Versuchsmodus auszurufen: nicht mehr sexy und schlau sein wollen, sondern neue Heldin sein und neue Helden erfinden.

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