JESSICA GLAUSE //

ORLANDO (2012)

Szenische Lesung nach einem Roman von Virginia Woolf

in der Reihe "Literarische Frauenbilder"

Theater Freiburg, Premiere: Donnerstag, 02.02.2012, 20:00 Uhr, Kammerbühne

Regie: Jessica Glause, Dramaturgie: Heiko Voss, Bühne: Anke Niehammer

Mit: Iris Melamed

»Er – denn es konnte keinen Zweifel an seinem Geschlecht geben« – erwacht aus einem tiefen, mehrtägigen Schlaf und nichts ist mehr, wie es vorher war. Hatte Orlando sein Leben bisher als Knabe und Mann gelebt, findet sie sich plötzlich in einer völlig neuen Situation – »sie, denn es bleibt uns keine Wahl, als zu gestehen, er war eine Frau.« Virginia Woolf spannt ihre fiktive Biographie nicht nur über drei Jahrhunderte, sondern stellt auch die Differenz zwischen den Geschlechtern zur Disposition. Orlando ist ein Reisender zwischen den Epochen, Kulturen und Geschlechtern und wird so zum Sinnbild des modernen Menschen auf der Suche nach einer eindeutigen Identität

"UNBEDINGT SEHENSWERT: ORLANDO

Doch ihre zusammen mit Jessica Glause in einer ungeheuer dichten Inszenierung erarbeitete Solovorstellung ist weit mehr: Iris Melamed ist Orlando, diese rätselhafte Persönlichkeit zwischen Mann und Frau, hält einen atemlosen Abend lang die Zuschauer in Spannung während, hinter ihr, in einem mit Bildtafeln in Schwarz-Weiß angedeuteten immer rasanter wechselnden Panorama (Ausstattung: Anke Niehammer), die Jahrhunderte vorbeiziehen.

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